6. Analyse und Bewertung der Ergebnisse der Permanenten Gästebefragung
6.1 Tourismusentwicklung im Dahme-Seengebiet
Das Dahme-Seengebiet konnte in den letzten Jahren eine positive Tourismusentwicklung verzeichnen. Wie in Abbildung 13 verdeutlicht, konnten seit 1997 bis 2000 die Ankünfte und Übernachtungenstetig gesteigert werden. Eine geschickte Marketingarbeit, die Verbesserung des touristischen Angebotes und die Zusammenarbeit des Kultur- und Tourismusverbandes Dahme-Seen e.V. mit der Tourismus-Marketing GmbH Brandenburg, haben einen entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung. Der allgemeine Rückgang der Ankünfte und Übernachtungen in den letzten 2 Jahren ist nicht auf ein mangelndes Interesse an der Reiseregion zurückzuführen. Es ist als eine normale Entwicklung zu verstehen, die nach einem ständigen Wachstum der vergangenen Jahre eintreten kann.
Mit 526.102 Übernachtungen im Jahr 2002 ergibt sich bei den gewerblichen Einrichtungen in der Reiseregion eine geringfügige Abnahmevon 5% gegenüber dem Vorjahr. Die Übernachtungen im Jahr 2002 verteilen sich auf rund 72 erfasste gewerbliche Beherbergungseinrichtungen mite einer Gesamtbettenzahl von 5.321. Bei einer durchschnittlichen 83% angebotener Bettenkapazität im Jahreszeitraum ergab sich eine Kapazitätsauslastung von 33,8% und damit eine leichte Abnahme von 0,3% gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahl der Besucher verzeichnete im Jahr 2002 mit 215.605 eine Abnahme gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher betrug 2,4 Tage. Zusätzlich haben etwa 3,5 Mio. Tagesbesucher die Reiseregion Dahme Seengebiet besucht92.
Die Tourismus Marketing GmbH führte 1999 eine Permante Gästebefragung in den Reisegebieten Brandenburgs durch. Mittels 400 Inteviews wurden Trends in der Nachfragestruktur ermittelt. Die Permanente Gästebefragung wurde 2001/02 erneut durchgeführt, um Vergleiche anstellen zu können und mittelfristige Entwicklungen zu erkennen.
In den nachfolgenden Abschnitt werden die dargestellten Ergebnisse aus Punkt 5.2 bewertet. Der Author versucht Handlungsempfehlungen zu geben um die Wettbewerbsfähigkeit der Reiseregion gegenüber den anderen Reisegebieten in Brandenburg zu erhöhen.
92 vgl. statistisches Jahrbuch 2002, Brandenburg
