4.3 Naturräumliche Gegebenheiten
4.3.2 Tier- und Pflanzenwelt / Naturschutz
Die Region liegt in der Vegetationszone des sommergrünen Laubwaldes64. Eine nahezu geschlossene Waldbedeckung ist die potentielle natürliche Vegetation im Dahme-Spree-Seengebiet. Ausnahmen bilden lediglich die Wasserflächen mit angrenzenden Uferbereichen. Typische natürliche Vegetationsformen sind der Stieleichen-Birkenwald, Stieleichen-Hainbuchenwald, Kiefern-Traubeneichenwald und Kiefernwald.
Die zahlreichen Gewässer, Feuchtgebiete und Wälder im Dahme-Seengebiet stellen Lebensräume für zahlreiche Vogelarten wie Reiher, Entenvögel und Höckerschwan dar. Bedrohte Tiere finden in der Region ihre letzten Rückzugsgebiete. Dazu gehören Arten wie Kranich, Otter, Sumpfschildkröte und Fischadler. Die großen zusammenhängenden Forst- und Waldgebiete bieten Lebensräume für Rot-, Dam-, Reh- und Schwarzwild.
Fast alle Uferbereiche der untersuchten Gewässerregion sind Landschaftsschutzgebiete. Wei-terhin gibt es zahlreiche Naturschutzgebiete, die sich teilweise noch im Ausweisungsverfahren befinden.
Das flächenmäßig bedeutendste Großschutzgebiet in der Region ist der im Jahre 1998 eröffnete Naturpark Dahme-Heideseen, der im Süden an das Biosphärenreservat Spreewald angrenzt. Ausgehend von der Dahme ab Bindow, umschließt der Naturpark Dahme-Heideseen die gesamte Seenkette in Richtung Süden bis Groß Köris bzw. Richtung Osten bis Storkow. Allein im Dahmeland haben Landschafts- und Naturschutzgebiete einen Flächenanteil von 41%65.
Zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten sind in der Untersuchungsregion heimisch. Gefährdete Großvogelarten wie bspw. See- und Fischadler kommen ebenso vor wie der vom Aussterben bedrohte Fischotter und die Teichfledermaus. Zu den Farn- und Blütenpflanzen, die im Dahme-Seengebiet wachsen und vom Aussterben bedroht sind, zählen unter anderem der Langblättrige Sonnentau, die Herbstzeitlose und das Moor-Greiskraut66.
64 vgl. Liedtke / Marcinek 1995, S.164
65 vgl. MUNR Brandenburg 1998
66 vgl. Landplan GmbH 1993
