4.3 Naturräumliche Gegebenheiten
4.3.1 Landschaftscharakteristik
Das Dahme-Seengebiet gehört zum seenreichen Jungmoränenland Norddeutschlands und setzt sich aus 4 Landschaftstypen zusammen. Die Teltower- Platte umfasst den Nordwesten des Untersuchungsgebietes mit dem zugehörigen Amt Schönefeld und ist gekennzeichnet durch eine kuppige Moränenlandschaft mit durchschnittlichen Höhen zwischen 40 und 60 m. Die Nuthe- Notte Niederung mit den Ämtern Mittenwalde und Schönefeld ist ein Niederungsgürtel mit Höhenlagen zwischen 30 und 35 m. Das nahezu gesamte Dahme-Seengebiet ist ein gemischte Zusammensetzung aus ebenflachwelligen Flächen, Endmoränenhügeln, feuchten Niederungen sowie zahlreichen Seen mit Höhen zwischen 35 und 60 m60. Zu den höchsten Erhebungen im Nordosten des Dahme-Spree-Seengebietes gehören die Müggelberge im Bezirk Köpenick mit einer Höhe von 115 m über NN61. Charakteristisch für den Süden des Untersuchungsgebietes ist ein Hügellandschaft mit Höhen bis zu 150 m, welche von Rinnen (Teupitzer Seenkette) und Niederungen (Dahme) durchzogen sind62.
Eines der wesentlichsten Merkmale des Dahme-Seengietes sind die Flussseen der Dahme. Dazu gehören unter anderem der Wolziger See, Teupitzer See und der Klein Köriser See. Ein weit verzweigtes Netz an Kanälen und Gräben ergänzend zu den natürlichen Oberflächengewässern, zeichnet das gewässerreichste Gebiet Brandenburgs aus.
"Der Anteil der Waldflächen beträgt nahezu 60 % und dominiert gegenüber den landwirtschaftlich genutzten Flächen (23%)"63. Das heutige Waldbild im Dahme-Seengebiet ist gekennzeichnet durch gleichaltrige und eintönige Kieferforste. Abwechslungsreiche Wälder wie Laub- und Laubmischwälder oder ältere Kiefernbestände begrenzen sich auf wenige Flächen. Der bestehende Waldreichtum bildet eine wichtige Vorraussetzung für die Erholungsnutzung.
60 vgl.Reppel&Lorenz 1999, S.8
61 vgl. Statistisches Jahrbuch Berlin 2002
62 vgl. Reppel&Lorenz 1999, S.9
63 vgl. Reppel&Lorenz 1999, S.9
