3.2 Analyse der Entwicklung und der künftigen Chancen des Tourismus im Land Brandenburg
3.2.1 Angebot und Nachfrage
Der Tourismus in Brandenburg verzeichnet seit 1992 eine positive Entwicklung mit eigener Dynamik. Laut dem Statistischen Landesamt Brandenburg lag die Zahl der erfassten Ankünfte im Jahr 2001 bei 3.117.756.
"Das Übernachtungsvolumen in Brandenburg umfasste im Jahr 2001 rund 29 Mio. Übernachtungen, davon 8,8 Mio. in gewerblichen Betrieben (mind. 9 Betten). Hinzu zu rechnen sind 2,4 Mio. Übernachtungen mit weniger als neun Betten, rund 10,0 Mio Übernachtungen im Rahmen des privaten Besucherverkehrs sowie 7,8 Mio. Übernachtungen im Camping27." Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Brandenburgbesuchers lag im Jahr 2001 bei 2,8 Tagen28.
Von 1992 bis 2001 hat sich die Zahl der gewerblichen Beherbergungsbetriebe in Brandenburg von 645 auf 1.514 mehr als verdoppelt und die Zahl der Betten erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 38.416 auf 79.358. Die Bettenauslastung ist von zentraler Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit der Beherbergungsbetriebe. Sie konnte sich im Jahre 2001 steigern. Im Jahr 2000 lag der Wert noch bei 33,5% im Jahr 2001 bei 34,5%29. Das Reiseland Brandenburg verzeichnet die meisten Übernachtungen in der Sommersaison. Die Monate mit den höchsten Übernachtungszahlen sind Mai bis September. Die Monate mit den geringsten Übernachtungszahlen sind Dezember bis Februar.
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Brandenburg ist ein klassisches Ziel für Tagesausflügler, insbesondere für die Berliner und deren Gäste. Insgesamt wurden für die Jahre 1999/2000 rund 100 Mio. Tagesausflüge in das Land Brandenburg errechnet30. Gegenüber 1993 entspricht das einer Steigerung von nahezu 28%. Der Saisonverlauf ist bei den Tagesbesuchern weniger stark ausgeprägt als bei den übernachtenden Gästen.
27 Land Brandenburg, Ministerium für Wirtschaft
28 vgl. LANDESAMT FÜR FÜR DATENVERARBEITUNG UND STATISTIK BRANDENBURG
29 vgl. LANDESAMT FÜR FÜR DATENVERARBEITUNG UND STATISTIK BRANDENBURG
30 hierbei handelt sich es um eine Schätzung auf der Basis der letzten bundesweiten Repräsentativerhebung aus dem Jahr 1993, Land Brandenburg, Ministerium für Wirtschaft 2003
